elbphilharmonie

Never ending story: die Elbphilharmonie (Foto:© Herzog & de Meuron)

Die Hamburger müssen wohl noch länger auf ihr Vorzeigeobjekt, die Elbphilharmonie, warten.

Der Streit zwischen dem Hamburger Senat und dem Bauunternehmen Hochtief weitet sich aus. Hochtief hatte bereits im Januar angekündigt, dass sich die Fertigstellung des Jahrhundertbaus, die eigentlich für das Jahr 2012 vorgesehen war, um ein ganzes Jahr verzögern würde. Gründe wären Änderungswünsche und fehlende Pläne der Architekten.

Nun will die Stadt Hamburg gegen die drohende Verzögerung und damit gegen Hochtief vorgehen und hat eine Klage beim zuständigen Amtsgericht eingereicht. Dies stößt auf völliges Unverständnis bei Hochtief, so der Sprecher Bernd Pütter. Man habe sich nichts vorzuwerfen, da die Planänderungen nicht zu Lasten des Unternehmens gingen und man den Senat über die Verzögerungen informiert hätte. Schließlich könne man nichts dafür, wenn die Kulturbehörde den Schriftverkehr nicht lese.

Doch in der Kulturbehörde weiß niemand etwas von einem verbindlichen Terminplan. Hochtief kündigte nun für den 16. April einen neuen Terminplan an. Die Opposition im Hamburger Landesparlament verlangt einen Untersuchungsausschuss, vor dem sich Hochtief nicht nur bezüglich der Terminverschiebungen äußern, sondern auch Stellung nehmen müsste, bezüglich der immens gestiegenen Kosten des Prestigeobjekts.

Die ursprünglich geplanten 77 Millionen Euro Kosten, sind auf 323 Millionen Euro angewachsen, zu tragen vom Steuerzahler. Nicht nur Absagen für die Eröffnungsveranstaltung mussten bereits geschrieben werden, auch der Bürgermeister Ole von Beust hätte gerne seine Elbphilharmonie in trockenen Tüchern gewusst, bevor im Sommer 2012 die Bürgermeisterwahl ansteht.

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