Wohngeld ist eine Leistung des Staates, die Bürger mit einem kleinen Einkommen dabei unterstützt, die Kosten für ihren Wohnraum zu tragen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei dem Wohnraum um eine gemietete Wohnung oder um selbstgenutztes Wohneigentum handelt. Das Wohngeld ist ein Zuschuss. Das heißt, dass das Wohngeld nicht als Erssatz für ein Einkommen, wie es beispielsweise beim Arbeitslosengeld der Fall ist, gezahlt wird, sondern als Aufstockung. Arbeitslose, Bezieher von Hartz IV oder auch Studenten, die BAFöG erhalten, sind daher meistens nicht berechtigt, Wohngeld zu erhalten. Jedoch sind sowohl bei Hartz IV als auch im BAFöG-Satz Anteile für Wohngeld eingerechnet.

Ob tatsächlich ein Anspruch auf Wohngeld besteht und wie hoch dieser ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben dem Familieneinkommen ist dies die Höhe der Miete, die Größe der Wohnung, das Baujahr des Hauses und die Vergleichsmiete in der jeweiligen Wohngegend.

Anträge auf Wohngeld nehmen die Wohungs- oder Bürgerämter der Städte und Gemeinden entgegen. In Hamburg sind das die zentralen Bürgerämter der Bezirke. Dort erhält man auch eine umfassende Beratung zu allen Fragen des Wohngeldes. Wichtig ist es, den Antrag auf Wohngeld möglichst frühzeitig zu stellen, denn die Bewilligung erfolgt immer erst ab dem Monat, in dem der Antrag gestellt wurde. Eine rückwirkende Zahlung ist, anders als bei anderen Sozialleistungen, auch dann nicht möglich, wenn man seine Berechtigung für die Vergangenheit nachweisen kann. Allerdings empfiehlt es sich, den Antrag auf Wohngeld zunächst formlos beim Bürgeramt zu stellen und die notwendigen Unterlagen nachzureichen. (Finden Sie hier die für Sie zuständige Behörde: Behördenfinder Hamburg)

Für den Antrag erhält der Antragsteller einen Fragebogen, in den alle relevanten Daten eingetragen werden müssen. Darüber verlangt das Bürgeramt bestimmte Nachweise. Neben den Einkommensnachweisen ist dies vor allem eine Bescheinigung des Vermieters, die Auskunft über die Miethöhe und das Mietobjekt selbst gibt. Zwar sind die Vermieter verpflichtet, eine solche Bescheinigung auszustellen, es empfiehlt sich aber dennoch, möglichst frühzeitig mit dem Vermieter in Kontakt zu treten.

Ist der Antrag bewilligt worden, wird das Wohngeld monatlich ausgezahlt. Immer nach Ablauf eines Jahres prüft das Bürgeramt jedoch, ob weiterhin die Voraussetzungen für den Bezug von Wohngeld bestehen. Um hohe Rückzahlungen zu vermeiden, ist es daher sinnvoll, eventuelle Änderungen des Einkommens oder der Wohnung von sich aus an die Wohngeldstelle zu melden.

Wer sich nicht sicher ist, ob er berechtigt ist, Wohngeld zu beziehen, kann dies vorab klären. Auf www.hamburg.de/start-wohngeld/ bieten die Bezirke einen Wohngeldrechner an, in den alle Daten eingetragen werden können und der unverbindlich Auskunft gibt, ob und wie viel Wohngeld es gibt. Auf dieser Seite können auch nützliche Formulare und Checklisten für den Antrag heruntergeladen werden:

Alle Formulare zum Wohngeld:

Erklärung über die Wohnverhältnisse (PDF, 99 KB, 1 Seite)

Weitere Informationen zum Wohngeld

Kurzinformationen zum Wohngeld (Quelle: wohngeld.de)
Informationen vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (Quelle: wohngeld.de)
Wohngeldrechner