Husum: in Konkurrenz zu Hamburg

Husum: in Konkurrenz zu Hamburg

Foto: AtelierJoly

Die Auseinandersetzung zwischen Hamburg und Husum um die Ausrichtung der Windmesse in 2014 dauert an. Das Mediationsverfahren, das zwischen der Hansestadt und dem bisherigen Ausrichter der Leitmesse der internationalen Windenergiebranche, Husum, geführt wurde, konnte keine Einigung zwischen beiden Städten zu Stande bringen.

Husum, seit knapp 25 Jahren Veranstaltungsort der Wind Energy, konnte seinen Widersacher Hamburg mit dem konstruktiven Vorschlag, die Windmesse 2014 gemeinsam mit der Messe Hamburg am Standort Husum auszurichten, nicht überzeugen. Dabei bietet Husum neben einer enspannten Atmosphäre und einer nach eigenen Worten optimistischen, fröhlichen und mitreißenden Stimmung weitere Standortvorteile wie beispielsweise zahlreiche Windparks in nächster Nähe. Überdies hinaus besitzt es die Akzeptanz der internationalen Windenergiebranche.

Nachteilig auf den Standort Husum wirkt sich allerdings dessen dezentrale Lage aus. Dass dies ein starkes Argument für den Kontrahenten Hamburg darstellt, liegt auf der Hand – Hamburg ist als zentral gelegene Metropole um einiges besser zu erreichen.

Dies ist jedoch nicht die einzige Begründung, mit der Hamburg versucht, sich als Ausrichter der nächsten Windleitmesse zu etablieren. So wirbt die Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) mit einem neuen und zukunftsorientierten Fachmesse-Konzept, mit dem bereits zahlreiche nationale und internationale Akteure der Branche überzeugt werden konnten. Auch besitzt Hamburg bereits einige Erfahrung in der Durchführung großer technologischer Messen und stellt mit seinen modernen Hallen einen attraktiven Messestandort dar.

Nach dem Scheitern der Kooperationsgespräche konzentrieren sich nun beide Städte auf die Planung und Umsetzung der Windmesse 2014.