Kriminalität in Hamburg: Einbrüche gehen zurück, doch die Delikte insgesamt steigen an

Kriminalität in Hamburg: Einbrüche gehen zurück, doch die Delikte insgesamt steigen an | Foto: Claus-Joachim Dickow


In Hamburg sind weniger Einbrecher unterwegs als noch vor einem Jahr. Das geht aus der aktuellen Kriminalitätsstatistik der Polizei hervor. Im Jahr 2011 ist die Zahl der Einbrüche in der Hansestadt im Vergleich zum Jahr 2010 um 14% gesunken. Insgesamt ist die Kriminalität aber gestiegen. Hamburgs Polizei verzeichnete im Jahr 2011 fast 229.000 Verbrechen. Dies ist eine Steigerung um 1,8%.

Zu den größten Sorgenkindern der Hamburger Polizei zählen Raubüberfälle und Schlägereien. Beim Delikt Raub verzeichnet die Polizei in der aktuellen Kriminalitätsstatistik eine leichte Steigerung. Das gilt auch für die Fälle von Körperverletzung. Fast die Hälfte aller Taten passiert in St. Pauli, jenem Stadtteil, in dem auch die Reeperbahn liegt. Im Bereich der Gewaltdelikte gibt es aber auch gute Nachrichten. Die Zahl der Mordfälle ist in Hamburg gesunken. Ebenso hat es im Jahr 2011 weniger Vergewaltigungen gegeben.

Ein großes Thema sind in Hamburg auch brennende Autos. In der Hansestadt gibt es eine regelrechte Serie von Autobrandstiftungen. Im Jahr 2011 hat es fast 300 Taten gegeben. Im Vergleich zum Jahr zuvor ist dies fast eine Verdoppelung. Die Jagd nach den Zündlern ist allerdings nicht besonders erfolgreich. Die Polizei hat bislang weniger als 40 der Taten aufklären können. Viele der Taten sind politisch motiviert, vermutet man bei der Hamburger Polizei.

In der Statistik finden sich allerdings auch Trends, die erfreulich sind. In Hamburg hat die Drogenkriminalität einen Tiefststand erreicht. Auch die Jugendkriminalität ist rückläufig.