Unter einer Abmahnung versteht man im deutschen Mietrecht eine schriftliche oder auch mündliche Erklärung des Vermieters oder auch des Mieters, mit der dieser aus dem geschlossenen Mietvertrag heraus zu einem bestimmten Handeln oder Unterlassen aufgefordert wird. Das Gesetz schreibt für die Form einer mietrechtlichen Abmahnung keine Regeln vor, das heißt die Abmahnung kann auch mündlich ausgesprochen werden. Dabei stellt sich jedoch in der Praxis recht häufig das Problem, dass der Beweis einer mündlichen Erteilung einer Abmahnung vor den Gerichten nur schwer zu erbringen ist, von daher sollte allein aus Nachweisgründen eine Abmahnung stets schriftlich erfolgen.

Eine Abmahnung beinhaltet zumeist eine Fristsetzung, innerhalb dieser Frist muss der Verpflichtete die gewünschte Handlung vornehmen oder bei einer Unterlassungsaufforderung eine bestimmte Handlung unterlassen. Dies ist zum Beispiel bei einer ständigen Lärmbelästigung durch einen Mieter gegeben.

Durch eine Abmahnung wird dem Verpflichteten letztmalig eine Gelegenheit gegeben, Rechtsfolgen seines mietvertragswidrigen oder gar rechtswidrigen Verhaltens von sich abzuwenden. Im deutschen Mietrecht ist es oftmals eine Voraussetzung, dass bestimmte gesetzlich geregelte Rechtsfolgen erst nach der vorherigen Erteilung einer Abmahnung eintreten können. Wenn der Verpflichtete, egal ob Mieter oder Vermieter, der in der Abmahnung enthaltenen Aufforderung nicht oder erst nach Ablauf der gesetzte Pflicht nach, so gerät er durch sein Handeln in Verzug, wodurch der Verpflichtete weitere Rechtsfolgen auslöst.