Wie darf die Miete erhöht werden?

Eine Mieterhöhung ist für den Mieter immer unschön und unerwünscht, und doch wissen viele nicht, dass Vermieter hierbei einige wichtige Regeln beachten müssen, damit die Mieterhöhung tatsächlich rechtens ist. Dies sind zusammengefasst folgende:

– die Miete kann nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöht werden (außer Modernisierung)
– nach frühestens 12 Monaten kann der Vermieter sein Erhöhungsverlangen aussprechen
– das Erhöhungsverlangen ist dem Mieter schriftlich in Textform mitzuteilen
– erst ab dem vierten Monat nach Erhöhungsverlangen tritt die Mieterhöhung tatsächlich in Kraft

Das Mieterhöhungsverlangen muss eine Begründung enthalten, dies ist zumeist ein Verweis auf die ortsübliche Vergleichsmiete, der Bezug zu einem Mietspiegel oder auch ein Gutachten eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen. Die ortsübliche Vergleichsmiete wird aus vergleichbaren Mieten errechnet, um den Vergleich anstellen zu können, müssen die Objekte in Art, Beschaffenheit, Zustand, Größe und Lage identisch sein.

Zu beachten hat der Vermieter weiterhin die sog. Kappungsgrenze, diese Regelung findet sich wieder im §558 Abs.3 BGB. Unter der Kappungsgrenze versteht man die maximal mögliche Mieterhöhung. Und zwar darf der Vermieter die Miete in drei Jahren um max. 20% erhöhen.

Von diesen Regelungen nicht betroffen sind Mieterhöhungen, die sich auf Grund von Modernisierungen ergeben. Die Modernisierungskosten dürfen mit bis zu 11% auf die Miete umgelegt werden. Wenn von den Modernisierungsmaßnahmen mehrere Wohnungen profitieren, sind die Kosten entsprechend auf die einzelnen Wohnungen umzulegen.