Das Hamburger Wohnungsunternehmen Saga erhöht angesichts des Mietenspiegels von 2011 die Mieten. 18 600 Wohnungen sind bereits zum 1. April betroffen, die Mieter bekommen dazu ein Schreiben des Unternehmens.

Durchschnittlich steige die Miete um zwölf Euro pro Monat an, so Vorstandsvorsitzender Basse von Saga. Gemessen am örtlichen Pegel ist die Steigerung jedoch sehr moderat. Dies bestätigen auch die Hamburger Mietervereine und die Bürgerschaft. Von der Mietpreissteigerung ausgeschlossen sind große Wohngebiete wie Mümmelmannsberg. Wohnungen die derzeit saniert werden, stünden generell nicht zur Debatte, da hier bei Fertigstellung die Mieten generell steigen würden.

Auch aufgrund von Staffelmietverträgen sind in diesem Jahr jedoch letztlich 30 000 Wohnungen von einer Mietpreiserhöhung betroffen.

Die Saga sieht sich nicht dafür verantwortlich sich den örtlichen Mietpreisen anzupassen, so Basse. Ihr Auftrag sei es mietpreisdämpfend auf den Markt einzuwirken. Dennoch käme auch Saga nicht um Steigerungen herum. Das Unternehmen steigert nun um 3,7 Prozent, was den eigenen Preissteigerungen in den letzten Jahren gleich kommen würde.

Siegmund Chychla vom Mieterverein Hamburg hält die Erhöhungen für Vertretbar, da Saga mit dem erwirtschafteten Geld auch weiterhin günstigen Wohnraum schaffen und sichern wird. Bereits in diesem Jahr werden 750 neue Wohnungen durch Saga gebaut. Für 2013 sind derzeit sogar 1000 neue Wohnungen geplant. Rund 18 Monate wird der Bau dauern ehe die neuen Wohnungen dann bezugsfertig sind. Doch trotz aller Bemühungen, bleibt die Lage auf dem Hamburger Wohnungsmarkt angespannt.