Hamburg baut 2000 günstige Wohnungen

Hamburg baut 2000 günstige Wohnungen

Hamburg baut 2000 günstige Wohnungen


Bild: Oxfordian Kissuth

Seit Jahren suchen Mieter in Hamburg händeringend bezahlbaren Wohnraum. An das Versprechen, jährlich 6.000 neue Wohneinheiten zu errichten, wird der Hamburger Senat täglich erinnert, da ein Bedarf von 40.000 Wohneinheiten abzuarbeiten ist.

Für Investoren stehen alle Signale optimal: Im Ranking der beliebtesten deutschen Städte ist Hamburg seit Jahren führend. Die städtische Infrastruktur ist robust und bewährt. Arbeitsplätze sind reichlich vorhanden. Finanzierungen sind preiswert. Und das Mietniveau ist hoch.

Das Hamburger Schwergewicht am Wohnungsmarkt, die stadteigene Wohnungsgesellschaft SAGA bietet rund 300.000 Menschen ein Zuhause. Daneben bestimmen traditionell etwa 30 breit aufgestellte Wohnungsbau-Genossenschaften mit einem Gesamtbestand von etwa 130.000 Wohnungen den Markt mit.

Neben München, Frankfurt und Stuttgart erzielen Vermieter von Wohnraum in Hamburger Spitzenpreise von 14 €/qm und mehr – und selbst Mieter, die sich diese stolzen Kurse leisten können, finden nur schwer akzeptablen Wohnraum.

Genossenschaften halten neben preisfreien Wohnungen im großen Umfang öffentlich geförderten Wohnraum im Bestand. Die im Verband der Norddeutschen Genossenschaften VBW zusammengeschlossenen Unternehmen deuten die Zeichen der Zeit richtig und haben für 2012 den Neubau von 2.000 bezahlbaren Wohnungen in Hamburg angeschoben.

Im sozialen Wohnungsbau ist die 15-jährige Bindung an die Kostenmiete üblich. Die Kostenmiete kann in Hamburg durchaus 10 €/qm erreichen kann. Damit wird es auf absehbare Zeit mindestens drei große Gewinner am Hamburger Wohnungsmarkt geben: Der Senat realisiert zumindest teilweise sein Versprechen, die Genossenschaften erweitern ihr Portfolio um zahlreiche moderne, qualitativ ansprechende Wohnungen und vor allem mehrere tausend Menschen, denen zeitgemäßer, bezahlbarer Wohnraum geboten wird.